• Image 1
    Image 2
    Image 3
    Image 4
    Image 5
    Image 6

Aritikel

Donnerstag, 24. August 2017

Machen, was andere nicht machen können

Künstler aus Ost und West unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt, die Westler sind Philosophen, die aus dem Osten Handwerker.
Das sagt Gisbert Baarmann, Holzgestalter und Künstler aus der Uckermark.

Zu DDR-Zeiten hat er in Berlin Bildhauerei und Formgestaltung studiert wechselte nach Schneeberg an die FH für angewandte Kunst und machte dort eine praxisorientierte Ausbildung in der er zeichnen, drechseln, alles über Holzverbindungen, Oberflächentechniken, Modellbau, Materialästhetik und elementare Formen lernte. Mit einer mobilen Bandsäge, so sagt er, wäre er damals ein gemachter Mann gewesen. Nach Abschluss des Studiums bis 1999 machte er Kunst am Bau in Berlin. Hier lernte er seine Frau kennen und mit ihr konnte er seinen Traum vom Landleben verwirklichen. Er kaufte in Dargersdorf eine alte LPG mit 7 Gebäuden und 10.000m² Land und gründete mit einem Tischler aus Berlin die Zweibaum GmbH.

Anfangs dachte er daran selbst eine Säge zu konstruieren, entschloss sich aber dann doch zum Kauf einer Wood-Mizer LT40 mit Elektromotor, die er bei Bedarf auf Benzin umrüsten kann.

Mit konventionellen Produkten, die man mit dieser Säge produzieren kann, kam er allerdings nicht so recht in den Markt, denn ein großes Sägewerk und drei kleinere in der Umgebung machten das nicht eben leicht. Rainer Blücher als sein Säger kennt zwar Land und Leute, aber wenn ein großer Produzent auf seinem Restholzplatz gehobelte Ware billiger verkauft als man Rundholz frisch aus dem Wald bekommen kann, dann ist das auch durch persönliche Kontakte nicht mehr auszugleichen.

Was kann man machen was andere nicht können?

Unter diesem Motto konzentriert sich Gisbert Baarmann seit 2005 wieder auf seine Stärken: Kunst und Tischlerei. Dabei lehnt er allerdings auch Lohnschnittaufträge nicht ab. Mit 3 bis 7 Leuten hat er die wechselnd besetzte Firma Sägefuchs gegründet. Landschaftsarchitekten die Hingucker brauchen nehmen seine Ideen gern auf. Neben Landschaftsmöbeln, die sich entweder so harmonisch in die Umgebung einpassen, dass sie nicht auffallen und gerade deshalb schön sind oder die durch ihre Form zum Spielen anregen, skurrilen Formen die als Blickfang in die Landschaft gepflanzt sind und individuellen Themenspielplätzen entwirft und baut er auch Grabmale und Särge.

Gisbert Baarmann ist ein Künstler und seine Werke sind individuell. Das Problem dabei ist allerdings, dass diese Einzelstücke oft nicht entsprechend bezahlt werden, weil sie letztlich von ihm und seinen Leuten als Handwerker produziert werden. Die Ideen, die Zeichnungen, die Modelle die Gisbert vor der eigentlichen Auftragsvergabe entwickelt und die Stunden die da hineinfließen sehen Kunden gern als Vorarbeit die ein Handwerker halt erbringen muss wenn er einen Auftrag haben will. Die Wood-Mizer ist bei allen Projekten dabei, denn es geht immer um Holz das gesägt, gedämpft, gebogen und in weiche oder fantastische Form gebracht wird. Die Bilder auf seiner Internetseite www.gisbertbaarmann.de zeigen was aus Holz in Künstlerhand so alles werden kann.
Print

Name:
Email:
Subject:
Message:
x

Willkommen

Entdecken Sie, wie erfolgreich Wood-Mizer Besitzer weltweit mit ihren Maschinen arbeiten und so ihre lokale Wirtschaft unterstützen.

Kontaktieren Sie uns für alle Fragen






 
Kirsten Longmuss
Kontakt

Neuigkeiten


Artikel  

Magazin