Der EG100 Doppelbesäumer ist eine erschwingliche Lösung für Säger, die ihre Produktivität erhöhen oder ihre Arbeit vereinfachen wollen. Mit dem EG100 Besäumer lässt sich die Rinde in einem Durchgang bequem auf beiden Seiten am Brett abtrennen oder bereits besäumte Bretter auf ein anderes Maß schneiden.

Eines der beiden Sägeblätter steht fest, mit dem anderen wird die Besäumbreite einstellt. Wird der Anschlag verwendet, können Bretter auch einseitig besäumt werden. 

Der automaische Materialeinzug erfolgt über zwei Transportbänder. Die Andruckwalzen an der Einzugs- und Ausfuhrseite fixieren dabei das Brett. Die Einzugsgeschwindigkeit beträgt 9m/min und ist bei der Elektroversion der Maschine stufenlos verstellbar. Durch die abnehmbaren Tische kann die Säge auf ein kompaktes Maß gebracht und leicht transportiert werden. 

EG100 Ausstattung

EDGER multirip

Sägeblätter
Ein Sägeblatt ist fest montiert, das zweite Sägeblatt kann stufenlos verstellt werden.

EG250 Adjustable speed control

Metrische Skala
Die metrische Skala ist leicht ablesbar.

EG250 Electric motor

Elektromotor
15 kW
(14 PS Benziner optional)

EG250 Manual dial

manuelle Breitenverstellung
Mit der manuellen Breitenverstellung wird der Abstand zwischen den Sägeblättern akkurat eingestellt.

EG250 Powered Roller

Andruckrollen 
Einzugs- und der Ausfuhrseite halten das Brett beim Besäumen gerade.

EG100 Videos

LEISTUNG
power
STEUERUNG
control


EG100

LEISTUNGSSTARKE BESÄUM- UND MEHRBLATTKREISSÄGE     

Technische Daten

LEISTUNG
 Standard  7,5 kW Elektromotor
 Optional  14 PS Benzinmotor
SCHNITTLEISTUNG
 Max. Brettbreite  520 mm
 Max. Besäumbreite  300 mm
 Min. Besäumbreite  40 mm
 Max. Brettstärke  50 mm
Besäumgeschwindigkeit
 Elektroversion  9m/min stufenlos verstellbar
 Benzinversion   9/min
SÄGELATT
 Ø  250 mm
 Anzahl Sägeblätter  2 Standard

Sägergeschichten

Donnerstag, 24. August 2017

Power-Frau

Bad Berka ist ein kleiner Kurort etwa 12 km südlich von Weimar. Hierhin hat es uns heute verschlagen um Sandra Eule zu besuchen, der einzigen Wood-Mizer-Lohnsägerin die wir in Deutschland haben. Wir treffen eine hübsche, taffe Blondine mit Herz und Schnauze.

2004 machte sich ihr Vater mit einer mobilen LT40 als Lohnsäger selbstständig. Als er krank wurde, stand zur Debatte die Säge wieder zu verkaufen. Sandra hatte bis dahin in der Lebensmittelbranche im Schichtdienst gearbeitet. Sie musste nicht lange nachdenken und stieg kurzer Hand in den väterlichen Betrieb ein, um ihn fortzuführen. „Er hat mir alles beigebracht“ erinnert sich Sandra, „das Sägen, das Warten der Maschine und den Umgang mit den Kunden. Wir waren immer ein gutes Team.“ Bis zu seinem Tod besuchte der Vater sie täglich bei ihren Aufträgen, schaute dass alles gut lief und gab ihr Tipps.

Um Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen, zog sie mit ihren Kindern Anna-Lena und Phillip in das Nachbarhaus Ihrer Eltern auf dem Hexenberg, mit einem herrlichen Blick über die Stadt. Die Kinder können so nach der Schule von Sandras Mutter betreut werden, denn wenn man selbstständig ist, sind lange Arbeitstage und Kinder immer schwer vereinbar. Hilft die Familie mit, wird das alles einfacher.

„Natürlich werde ich immer wieder gefragt warum ich mir so einen schweren Job ausgesucht habe, aber das Sägen ist ja eigentlich keine körperlich schwere Arbeit, schließlich gehe ich den ganzen Tag mit dem Sägekopf hin und her“, sagt Sandra lächelnd. „Die wirklich schwere Arbeit machen die, die das Holz abnehmen und wegstapeln müssen“.
„Die Technik ist nicht so ganz meine Stärke, aber wenn es kniffelig wird, habe ich einen Mechaniker an der Hand. Er ist ein guter Freund meines Vaters – noch so einer von der alten Schule – der immer zur Stelle ist, wenn ich Hilfe brauche.“ Ihr Sägeplatz, den Hexenberg hinunter, etwa 2km Luftlinie von ihrem Haus entfernt, ist auf einem alten LPG Gelände. Den Platz mit dem ausgedienten, großen Schafstall teilt sie sich mit zwei weiteren Pächtern. Hier hat Sie ihre Maschinen stehen, ein kleines Schnittholzlager und eben auch Brennholz - was sich aus der Arbeit mit Holz irgendwie von allein ergibt. „Das Hantieren mit dem Brennholz ist weit anstrengender als die Sägerei, trotz Spalter und Trecker,“ erzählt Sandra.

Sandra ist eine echte Power-Frau. Etwa 60%, und damit den Hauptteil Ihrer Arbeitszeit, schneidet sie im Lohn für Kunden zu denen der Staatsforst und Privatleute gehören. Für ein Sägewerk, für das sie ausschließlich Eichen vorblockt, schneidet sie auch. Auch dass sie als Wanderwegwartin ehrenamtlich tätig ist, passt in den Kreislauf und festigt ihren Kontakte zum Forst und zu den Waldbesitzern. Im Winter schließt Sandra für einen Monat und verkauft in der Stadt Weihnachtsbäume für einen Holzmarkt aus dem Ort, das hat schon Tradition.

Als wir Sie auf ihrem Sägeplatz besuchen, schneidet sie gerade Kiefernstämme für ihr Holzlager. Heute hat sie 4 Helfer dabei und die Truppe sieht unglaublich eingespielt aus. Zwei Männer entrinden Schwarten, die für ein Bauvorhaben gebraucht werden, zwei arbeiten an der Säge mit. Jeder Handgriff sitzt und man sieht, dass es trotz der flirrenden Hitze Spaß macht. Zur Pausenzeit kommt Sandras Mutter und bringt Frühstück. Sie hat die Kinder und den Hund dabei, der Enkel eines Helfers kommt mit dem Fahrrad dazu, alle sind gut gelaunt und reden durcheinander - die Arbeit mit echtem Leben verknüpft – so wie es sein sollte.
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