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Aritikel

Donnerstag, 24. August 2017

Tischlerei Leitner in Österreich

Es ist noch nicht lange her, da hatten wir in der Wood-Mizer aktuell einen Bericht über die LT15. Damals überraschte uns Hans-Jürgen Reger mit der enorm hohen Produktivität seiner Maschine, denn er sägt ca. 600Fm im Jahr. Diesmal führt uns die LT15 nach Österreich in den kleinen Ort Aigen-Voglhub. Das gepflegte Haus der Familie Leithner, das er 1993 von seinem Großvater übernommen hat, ist nicht nur Wohnhaus und Werkstatt sondern auch Ausstellungsraum für viele der Arbeiten aus der Tischlerei .

 Die Bergkette am Horizont und der buchstäblich durch den schönen Garten des Hauses fließende Bach bilden den idyllischen Rahmen, in dem sich die Leithners einen beneidenswerten Arbeitsplatz geschaffen haben. 1994 machte sich der Tischlermeister, der bis dahin in einem großen Betrieb gearbeitet hatte, selbständig. Seine Frau steht ihm als vielseitige Mitarbeiterin zur Seite. Auch scheint es, dass nicht zuletzt ihre liebevolle Hand für eine blitzsaubere, fast wohnlich wirkende Werkstatt verantwortlich ist. Hier bauen sie auf Bestellung Tische, Stühle, Schränke, Kommoden, und aufwändige Raumausstattungen einschließlich Decken- und Wandverschalungen mit handgeschnitzten Verzierungen.

 Schlafzimmer aus Zirbenholz sind derzeit besonders beliebt, da diese Holzart über einen Zeitraum von bis zu 100 Jahren stetig ätherische Öle absondert, die mit ihrer beruhigenden Wirkung z.B. die Herzfrequenz senkt. Die meist langfristigen Bestellungen werden per Handschlag besiegelt. Dabei macht auch Leithners ganz besondere Arbeitsweise die Produkte so einzigartig. Der Meister entwirft das Möbelstück und berechnet die benötigten Holzstärken. Das vom Kunden gelieferte Rundholz wird dann nach seinen Vorgaben von Frau Leithner auf der LT15 geschnitten und anschließend, bis zur endgültigen Verarbeitung für 1 bis 3 Jahre neben der Kleinen Sägehalle oder beim Kunden zum Trocknen gelagert.

In den Anfangsjahren ließen sie das Holz in einem örtlichen Sägewerk schneiden, dass aber inzwischen geschlossen wurde. Die erste LT15 kauften sie 2002 – damals noch mit manueller Höhenverstellung. Im vergangenen Jahr tauschten sie die Maschine gegen eine neue LT15 mit Schnittstärkenrechner, elektrischem Auf und Ab und E-Vorschub. Kaum mehr als 30Fm pro Jahr schneiden die Leithners auf ihrer Säge, wobei ca. 70% des Holzes von ihren Kunden stammen. Nur etwa 10% Schnittholz wird dazugekauft, alles andere wird selbst geschnitten.

Der feste Kundenstamm, der sich in den letzten Jahren gebildet hat, sorgt für gute Aufträge auch in den kommenden Jahren. Ohne die LT15, meint Josef Leithner, wäre das so gar nicht möglich. Obwohl vergleichsweise wenige Festmeter mit der Säge eingeschnitten werden, basiert das Geschäftsmodell seiner Tischlerei vollständig darauf, dass er das Holz selbst sägen kann. Sicher auch durch Ihre unabhängige Arbeitsweise haben sie von der weltweiten Finanzkrise in ihrem Betrieb nichts mitbekommen. Eine gute Materialausnutzung ist für die Leithners nicht nur in der Werkstatt wichtig und so haben sie vor vier Jahren für rund 15.000 Euro eine 50t Spänepresse angeschafft.

Von der Absauganlage werden die Späne direkt in den Fülltrichter geführt. Die Presslinge ersetzen bei ihrer Verbrennung im Holzvergaser die Hälfte des sonst üblichen Jahresverbrauchs an Scheitholz. Neben der Arbeitsteilung in der Werkstatt, wo Frau Leithner für die Oberflächen, fürs Schleifen und Lackieren zuständig ist, teilen sie sich auch die Arbeit im Kundengespräch - da führt sie allerdings die Verhandlungen mit der männlichen Kundschaft. „Meine Frau ist die Seele des Geschäfts“, sagte Josef Leithner freimütig. Wenn dann sein Handwerk der Leib ist, haben sich hier Leib und Seele zu einem guten Leben gefunden.


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Kirsten Longmuss
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