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Aritikel

Säger in dritter Generation

Montag, 17. Oktober 2016

Säger in dritter Generation

Josef Molitor

Die Wurzeln von Josef Molitor sind in der Kölner Gegend. Sein Großvater hatte ein Gattersägewerk, das später von seinem Vater weitergeführt wurde. Josef machte eine Lehre als Zimmermann und wurde dann auch in den Betrieb eingespannt. Mit seiner Frau zog er später nach Lingen ins Emsland, nahe der holländischen Grenze und arbeitete dort in den ersten Jahren als Zimmermann. Auf die Idee die Sägewerkstradition fortzuführen brachte ihn ein Lohnschnitt durch einen Wood-Mizer Säger. 2004 kaufte er kurz entschlossen eine mobile LT40 mit Dieselmotor und hat seitdem fast 20.000Fm geschnitten. Seine einnehmend offene Art hat Josef Molitor im ganzen Emsland bekannt gemacht und so besteht 40% seiner Tätigkeit aus Lohnschnitt. Den Rest schneidet er stationär in seiner Sägehalle für etwa 16 gewerbliche Kunden.

Wichtigster Auftraggeber ist dabei die Firma EMCO für die er fast 90m³ Schnittholz im Monat produziert. Da viel Holz in den Export, zum Teil bis nach Taiwan geht, verarbeitet er nur deutsches PEC-zertifiziertes Rundholz aus Landes- und Bundesforsten. Hauptprodukte sind 20/20 bis 8/12er Balken, aber auch viel Verpackungshölzer. Mit der Säge ist er hoch zufrieden, auch wenn  ihn die automatische Schnittstärkenverstellung Accuset in  der Anfangszeit fast zum Weinen brachte. Die gesamte Elektronik musste mehrfach ausgewechselt werden und es kam dabei mehr als einmal zu Auftragsverzögerungen.

Trotz der vielen Arbeit sägt der Chef von 3 Angestellten jedes Stück Holz selber. Dabei weiß er bei jedem Schnitt schon vorher auf welchem Stapel welches Holzstück landet und er hat es eigentlich auch schon verkauft. Dicke Schwarten sind Kaminholz, das wird im Bund verkauft, Seitenbretter werden Verpackungshölzer, der Rest wird zu bestellten Kanthölzern je nach Auftrag verarbeitet. An Tagen an denen Josef im Lohnschnitt arbeitet, trennen seine Mitarbeiter die Seitenware und auch über den Kern gesägte 20mm Bretter zu 100x800mm Leisten auf. Mit diesem Produkt macht er  deutlich mehr Geld pro m³ als mit jedem Kantholz.

Wie aber schafft man es aber mit einer Wood-Mizer LT40 bis zu 4.000 FM Holz im Jahr zu schneiden?

„Das will ich dir sagen“, antwortet Josef, „erstens  säge ich praktisch nur starkes Holz, mindestens 30cm Zopf bei 5m Länge bei Fichte und Kiefer oder ich säge starke Eiche. Punkt zwei sind meine Mitarbeiter. Wir sind seit Jahren ein leistungsstarkes, eingespieltes Team. Unsere Arbeitstage sind oft 10 Stunden lang und unsere Woche hat 5 ½ Tage. Und meine Jungs machen erst Feierabend wenn ich auch Schluss mache“. Auf die Frage ob das aus Liebe oder Angst geschieht, kommt die entschiedene Antwort „Liebe“. Sie wissen, dass sie bei ihm einen sicheren Job haben und gut verdienen können. Probleme mit der Qualität gibt es bei Josef Molitor praktisch nicht. Das beruht zum größten Teil auf seiner über 45-jährigen Erfahrung mit Holz.

Er kauft grundsätzlich nur gutes Rundholz ein, Randbäume so sagt er, kann der Lieferant gleich wieder mitnehmen, die erkennt er sofort. „Das sind Stämme die nur Ärger machen weil sie beim Wachsen so viel Drehspannung haben, dass man nichts vernünftigen daraus produzieren kann. Aus schlechtem Rundholz kann man kein gutes Schnittholz machen.“ Eichenkantholz schneidet er 5 mm stärker ein, damit es nach dem Trocknen noch maßhaltig ist. Durch den glatten Schnitt braucht ein Zimmermann da nichts mehr abhobeln.

Auf seine Qualität ist er stolz und ist deshalb auch nicht bereit  Billiganbieter zu sein. Er nimmt im Emsland 50€/Fm für Lohnschnitt und 1.050€/m³ für Eichenkantholz. Seine Auftragsbücher sind voll und das wundert uns nach diesem Gespräch kein Stück.  Der Mann ist Tatkraft und Geschäftstüchtigkeit in Person, was er anpackt, das klappt auch. Er hat mit seiner langjährigen Holzerfahrung einen Blick für Qualität und deshalb vertraut man ihm beruhigt und gerne sein Rundholz an.

 

4 Wochen im Jahr sind die Tore der Firma Molitor fest verschlossen und  es hängt ein Schild an der Tür auf dem „wegen Reichtum vorübergehend geschlossen“ steht. In dieser Zeit reist Josef mit seiner Frau, die ihn sonst nicht viel zu sehen bekommt, durch die Welt und genießt seinen Campingurlaub.

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Kirsten Longmuss
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